BVB fordert stärkere Unterstützung für jüdische Gemeinden
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- Veröffentlicht am Donnerstag, 11. März 2010 01:00
- Geschrieben von Péter Vida
Die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen fordern eine stärkere Unterstützung jüdischer Gemeinden in den Kommunen. Seit nunmehr 2 Jahrzehnten werden in vielen Brandenburger Städten und Gemeinden im Rahmen sog. freiwilliger Leistungen Fördergelder für kulturelle und soziale Projekte ausgereicht. Dabei müssen die jüdischen Gemeinden sehr häufig unter einer völlig unangemessenen Mittelbewilligung leiden. Inzwischen ist hieraus ein chronischer Dauerzustand geworden, der dringend behoben werden muss.
Die jüdischen Gemeinden mit den ihnen angeschlossenen sozialen Integrationsvereinen leisten eine außerordentlich bereichernde Arbeit. Ob im Rahmen von Sprachkursen, Bildungsvorträgen, kulturellen Begegnungstagen oder umfangreichen sozialen Beratungen und Projekten – die jüdischen Gemeinden sind zum Wohle der Kommunen aktiv. Dabei werden regelmäßig Bürger ohne und mit Migrationhintergrund aneinander herangeführt. Die jüdischen Gemeinden leisten einen weit über die Praktizierung ihres Glaubens hinausreichenden Beitrag für das soziale Leben der Kommunen.
Angesichts dessen fordern die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen die Entscheidungsträger in den Städten und Gemeinden auf, diese Aktivitäten zu fördern und bei der Mittelvergabe gebührend zu berücksichtigen. Es kann nicht sein, dass es bei den alljährlichen Willensbekundungen und leeren Versprechungen der politischen Parteien verbleibt – den Worten müssen Taten folgen. Das Bemühen der jüdischen Gemeinden ist mit Entschlossenheit zu unterstützen, um so einen Beitrag zur weitreichenden Wiederbelebung jüdischer Kultur auch in unserem Land zu leisten.
Deshalb wird der Landesvorsitzende der BVB, Péter Vida, im Rahmen seiner Tätigkeit als Stadtverordneter von Bernau bei der kommenden Tagung des Jugend-, Kultur-, Sozialausschusses entsprechende Änderungsanträge für eine bessere Unterstützung der Jüdischen Gemeinde Barnim stellen. Es ist vorgesehen, die unzureichenden Vorschläge der Verwaltung in einer Weise zu ersetzen, dass die geplanten umfassenden Jahresprojekte realisiert werden können. Der mehrere Anträge umfassende Katalog soll einen Startschuss von Bernau aus in das ganze Land darstellen, um so der Arbeit der jüdischen Gemeinden Anerkennung zu Teil werden zu lassen.
Péter Vida
Landesvorsitzender



