Bioethanol

Bioethanol wird in Deutschland dem Benzin beigemischt um es zu strecken. Dabei ist eine Obergrenze von 5% festgelegt worden, da Ethanol auch als Lösungsmittel fungiert. Unvorbereiteten und älteren Autos würden bei höheren Konzentrationen Schäden am Fahrzeug entstehen. Es wird damit geworben, dass sich die Ökobilanz beim Einsatz von Ethanol verbessert, da der Ethanol aus Biomasse gewonnen wird, bei dem CO2 durch die Pflanzen gebunden wurde.

Dies ist aber nicht richtig. Die Biomasse die dabei eingesetzt wird ist keine erneuerbare Energieform noch ist die Bilanz positiv. Unsere Felder und die Landwirtschaft zu nutzen um Treibstoff herzustellen ergibt wenig Sinn. Durch die entstehende Monokultur gehen unsere Felder kaputt und die Pflanzenvielfalt wird zerstört. Der Einsatz von Genpflanzen kommt weiterhin nicht in Frage, da eine Verschmutzung anderer Felder nicht ausgeschlossen werden kann. Und zu guter letzt, kommt bei der Herstellung des Treibstoffs sogar weniger raus. Dies hat der Professor David Pimentel von der Cornell University schon 2005 festgestellt. (siehe http://www.news.cornell.edu/stories/July05/ethanol.toocostly.ssl.html )

Mister Pimentel erklärt, dass Bewässerung, der Einsatz von Landwirtschaftlichen Maschinen, Transport und die Herstellung des Ethanols bei weitem mehr Energie verbraucht, als am Ende im Benzin steckt.

Natürlich wird es immer einen Energieverlust bei der Treibstoffherstellung oder bei der Strombereitstellung für Elektroautos geben. Aber die Gründe der Ethanolindustrie, dass dabei nun gespart wird, sind damit hinfällig. Somit ist der Einsatz von Ethanol nicht gerechtfertigt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite www.bvb-brandenburg.de.

Bertram Jaeger

Landespolitischer Sprecher für Energie der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen

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