Das Deutsch-Französische Jugendwerk - BVB fordert stärkeren Austausch mit französischen Jugendlichen
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- Veröffentlicht am Samstag, 19. Februar 2011 16:15
- Geschrieben von Charles Bourgin
Der Aufbau des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW, auf französisch: OFAJ, « Office franco-allemand pour la jeunesse ») wurde von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsident Charles de Gaulle mit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages am 22. Januar 1963 begründet.
Das Jugendwerk hat die Aufgabe, die Verbindung zwischen der Jugend beider Länder enger zu gestalten und ihr Verständnis füreinander zu vertiefen; es hat hierzu die Jugendbegegnung und den Jugendaustausch anzuregen, zu fördern und gegebenenfalls selbst durchzuführen.
Seit 1963 hat das DFJW rund 8 Millionen jungen Deutschen und Franzosen die Teilnahme an rund 270.000 Austauschprogrammen ermöglicht. Das DFJW fördert jedes Jahr mehr als 11.000 Begegnungen (mehr als 6.500 Gruppenaustauschprogramme und rund 4.300 Individualaustauschprogramme), an denen rund 200.000 Jugendliche teilnehmen.
Der Sitz des DFJW in Berlin befindet sich gegenüber dem Nikolaiviertel (Molkenmarkt 1, 10179 Berlin). Es verfügte im Jahr 2010 über einen Haushalt von 20,8 Millionen Euro, der sich aus gleichen Beiträgen der deutschen und französischen Regierung zusammensetzt. Zusätzlich erhielt das DFJW finanzielle Mittel aus Sonderfonds, die von den beiden Außenministerien insbesondere für den Austausch mit den mittel- und osteuropäischen Ländern und den südosteuropäischen Ländern bewilligt wurden. Darüber hinaus sind Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Programme zugunsten junger Arbeitsloser bestimmt.
Das DFJW ist eine bedeutsame Organisation geworden, die die Deutsch-Französische Freundschaft für sehr viele junge Menschen in beide Länder erlebbar macht und einen wichtigen Beitrag leistet, dass sich die Menschen besser kennen lernen können. Aufgrund der auch vielfältigen historischen und kulturellen Verbindungen zwischen dem Land Brandenburg und Frankreich fordern die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen daher eine stärkere Betonung des Austauschs mit französischen Jugendlichen. Insbesondere der Zuzug der Hugenotten ab dem 17. Jahrhundert macht bis heute den französischen Einfluss in unserer Region spürbar. Dieses Erbe muss im Rahmen des intrakulturellen Dialogs der Menschen bewahrt werden.
Wir empfehlen daher, dass die Potenziale des DFJW noch stärker von der Landesregierung genutzt werden und bieten ihr gern unsere Unterstützung an.
Weitere Informationen zum DFJW sind auf der folgenden Homepage abrufbar:
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite www.bvb-brandenburg.de.
Charles Bourgin
Landesbeauftragter für die Deutsch-Französische Freundschaft



