Milch

Anders als manche Milchverpackungen vermuten lassen, sehen viele Kühe nie in ihrem Leben eine grüne Wiese. Dauernde Stallhaltung auf Spaltenböden, Erkrankungen der Klauen, unnatürliches Futter, Entzündungen und Rückenschäden durch ein viel zu großes Euter führen dazu, dass eine Kuh - die bis zu 30 Jahre als werden kann - nach fünf Jahren so ausgezehrt ist, dass sie geschlachtet wird.

Eine Kuh gibt nur dann Milch, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat. Zwei bis frei Tage nach der Geburt wird sie i.d.R. von diesem jedoch getrennt, was unvorstellbar grausam ist. Verzweifelt rufen der beiden nacheinander. Handelt es sich beim Kalb um ein Männchen wird es nach ca. einem Jahr geschlachtet.

Da es keinem Menschen recht wäre, wenn man alle seine männlichen Nachkommen töten würde, sollte man auch Tieren dieses Leid nicht antun. Es käme einem Messen mit zweierlei Maß gleich.

Allerdings gibt es auch andere Gründe, die gegen Milch sprechen. So ist Milch längst nicht so gesund ist, wie es uns die Agrarlobby glauben machen möchte! Pestitizide, Antibiotikareste, milchbildungsfördernde Hormone und Schwermetalle- das alles wurde in der Milch bereits nachgewiesen. Schon heute sterben in den USA jährlich zehntausende Menschen infolge einer Antibiotikaresistenz, welche sie durch den Konsum tierischer Produkte erworben haben.

In den USA sind Werbespots, nach denen jeder Milch braucht, bereits verboten, denn Kuhmilch wird heute in Zusammenhang gebracht mit z.B. Astama, Neurodermitis, Morbus Crohn, Diabetes Typ 1, Akne, Blähungen, Blasen- und Nierensteine, Migräne, Brust- und Prostatakrebs, Fettleibigkeit und Herzkrankheiten.

Auch der Gehalt von Kalzium ist kein Grund zum Milchtrinken, da eine hohe Aufnahme von tierischem Protein die Kalziumausscheidung fördert. In den westlichen Industrieländern mit hohem Milchkonsum gibt es mehr Osteoporoseerkrankungen (Knochenschwund) als irgendwo sonst auf der Welt. Milch hat sich nicht als schützend vor dieser Krankheit herausgestellt.

Pflanzliches Kalzium kann mindestens genauso gut aufgenomen werden wie jenes aus der Milch. Besonders gute Kalziumlieferanten sind grünes Blattgemüse, Tofu, Samen und Nüsse sowie Sojabohnen.

Ein großes Problem ist auch das große Unwissen über Alternativen von Milchprodukten! So ist Sojafruchtjoghurt durchaus ein würdiger Ersatz für herkömmlichen Fruchtjoghurt und Soja-Reis-Drinks können problemlos als Milchersatz in Grießbrei, Haferschleim oder ähnlichem fungieren. Anstelle von Käse in Aufläufen kann Hefeschmelz verwendet werden. Die Zutaten dafür gibt es in Reformhäusern und Bioläden. Mit Tofu und Tempeh lassen sich bei korrekter Zubereitung gutschmeckende Gerichte herstellen. Auch gibt es eine Auswahl an veganen Brotaufstrichen (zu finden in Bioabteilungen, Reformhäusern und in der Drogeriekette dm), die jedoch zumeist nur Vegetariern und Veganern bekannt sind.

Zu allem Überfluss werden Milchbauern auch noch in großem Umfang subventioniert und Milchpreise künstlich niedrig gehalten, damit mehr Nachfrage entsteht. Um die Arbeitsplätze einiger tausend Bauern zu sichern werden enorme Summen ausgegeben und Massen von Tieren gequält. Da es aber trotzdem nicht genug Abnehmer von Milch gibt trotz Dumpingpreisen wird Milchpulver nach Afrika ausgeführt und dort so billig verkauft, dass einheimische Bauern in den Ruin getrieben werden.

 

Die Brandenbruger Vereinigten Bürgerbewegungen fordern deshalb Aufklärung über die Risiken von Milchkonsum, sowie über die Umstände der Milchproduktion und ebenso die Abschaffung unsinniger Subventionen für die Milchproduktion.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite www.bvb-brandenburg.de.

 

Anita Fuchs

Landespolitische Sprecherin für Tierschutz der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen


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