Durchsetzen von Tierschutzrichtlinien
- Details
- Veröffentlicht am Donnerstag, 22. April 2010 22:37
- Geschrieben von Anita Fuchs
Die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen fordern den Landesgesetzgeber auf, die Einhaltung bestehender Tierschutzverordnungen stärker zu kontrollieren.
Seit 1999 gibt es eine für alle EU-Länder verbindliche Richtlinie, die verlangt, dass Enten und Gänse zur Erhaltung ihrer Gesundheit und zur Vermeidung von Verhaltensstörungen Auslauf, Platz zur Fortbewegung, Einstreu, Gegenstände zur Beschäftigung und Badegelegenheiten haben müssen.
Der Alltag allerdings sieht anders aus. In der Intensivmast besteht der Boden aus Drahtgittern, die schmerzhafte Entzündungen an den Fußgelenken verursachen. Fehlender Wasserzugang führt zu entzündeten Augen und zu verstopften Nasenlöchern. Um gegenseitige Verletzungen auf Grund stressbedingter Aggression zu verhindern, werden den Tieren unter Schmerzen Teile der hochsensiblen Schnäbel abgeschnitten anstatt etwa genügend Platz zur Verfügung zu stellen. Bis zu 9 4,5 kg schwere Flugenten werden in der Intensivmast auf einem Quadratemeter zusammengepfercht.
Noch schlimmer ergeht es Stopfenten, denen täglich ein Drittel ihres eigenen Gewichtes gewaltsam in den Magen gestopft wird. Dies ist vergleichbar mit 20 kg Nahrung bei einem 60 kg schweren Menschen. Die Metallstäbe verletzen dabei die Speiseröhre, es kommt zu teils tödlichen Entzündungen. Bei vielen Tieren kommt es ebenso zu Magenrissen. Die infolge des Stopfens verfettete Leber drückt auf die Lunge, verursacht Atembeschwerden, Kreislaufstörungen und dass die Tiere nicht mehr stehen können.
Ein weiteres Produkt der Tierquälerei sind Daunen, die bei lebendigem Leib ausgerissen werden.
Auch gerichtlich ist bestätigt, dass die Intensivmast tierquälerisch genannt werden können. Trotzdem vernachlässigen Veterinärämter ihre Pflicht, Tierschutz und hygienische Zustände durchzusetzen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite www.bvb-brandenburg.de.
Anita Fuchs
Landespolitische Sprecherin für Tierschutz der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen



